Musik für sommerliche Momente
Feierabend in Tonform: 75 Songs für offene Fenster, hochgelegte Beine und das Gefühl, dass der Sommer endlich kommt. Kommst du mit auf die Reise?
Jeder Feierabend ist einzigartig. Dies ist mein Versuch, mit handverlesener Musik dieses Spektrum zu supporten. Von entspannt bis aktiv, von nostalgisch bis weltoffen. Quer über den Globus durch Raum und Zeit. Hier geht’s zu weiteren Soundlettern und hier zum Mixtape. Alle meine Longreads gibts auch als Audioesssay auf Spotify, Apple & YouTube.
Musik für Sommertage
Es gibt Musik für jede Lage. Für gute Tage und schlechte, für melancholische Momente, energetisierende Phasen und laue Sommernächte. Dazu kommen abertausende Möglichkeiten, mit welcher Intention, mit welchem Fokus, mit welcher Aufmerksamkeit wir sie hören.
Im Zeitalter von Spotify-Playlists und algorithmischen Empfehlungen wird dabei immer häufiger auch von „Mood Music“ gesprochen. Musik, die eine bestimmte Stimmung hervorrufen oder unterstützen soll. Der Soundtrack zu deinem Leben für jede Stimmungslage.
Es gibt durchaus eine Menge, was ich an diesem „Wandel“ kritisieren würde. Und dennoch habe ich heute anstatt einer Radiosendung eine Spotify-Playlist für dich. Denn der Sommer kommt, die Vögel zwitschern, die Blumen blühen und alles schreit mich an: Zeit, das Leben zu genießen, es leicht zu nehmen, die Sonnenstrahlen auf der Haut in sich aufzusaugen und in Motivation und Tatendrang umzuwandeln.
Hier also eine Playlist für einen Sommerabend, an dem die Stadt langsam runterschaltet. 75 Songs, die irgendwo zwischen Rio, Luanda, Neapel und Tokio barfuß spazieren gehen, ohne Eile, ohne Ziel. Wobei, „spazieren” ist einen Tick zu brav – manches hier will eindeutig tanzen.
Mal trägt dich Rogê mit „Rio de Janeiro a Janeiro” in einen Samba, der nach Salzwasser auf der Haut klingt, dann kippt Nu Geneas „Marechià” das Ganze in italienischen Sonnen-Disco, und plötzlich schweben Khruangbin so leicht über allem, dass man vergisst, welcher Tag eigentlich ist. Und mittendrin Haruomi Hosono mit „Pacific” – japanische Exotica, die klingt wie ein leeres Hotel an einem Strand, den es vielleicht gar nicht gibt. Klar, das ist viel auf einmal. Aber es passt, weil alles dieselbe Temperatur hat: warm, weit, ein wenig verträumt.
Das ist im Grunde Feierabend in Tonform. Offene Fenster, die Beine hochgelegt, und dieses Gefühl, dass die Welt für einen Moment groß und langsam zugleich sein darf. Öffne die Fenster, häng die Beine raus, lass den Sommer kommen.
Vielen Dank für deine Aufmerksamkeit!
Mach es dir gemütlich, vielleicht mit einem warmen Getränk, und lass die Klänge wirken. Ich bin gespannt auf deine Gedanken dazu.
Schönen Feierabend,
Claas
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Lieben Dank! Finde toll, wieviel Arbeit du da reinsteckst. Und sind immer super Anregungen dabei. 🙏