WANTED: deine fabelhaften Feierabend-Fantasien
Ein Gewinnspiel als Startschuss für eine neue Rubrik und eine kreative Schreibübung zum Jahresende. Mit Eieruhr, wenig Regeln und mit Kalendern als Dankeschön.
Seit über einem Jahr versuche ich mit TAoMF die möglichen Facetten meines Feierabends zu ergründen. Ich versuche, kritisch auf meine eigenen Muster, Routinen und Ansichten zu blicken, aufmerksam auf Kleines und Großes zu achten, und bin stetig auf der Suche nach spannenden Themen, die mir helfen, mich in dieser Welt in meinem Feierabend etwas besser zurechtzufinden. Dabei habe ich viel Einsicht über meine eigenen Feierabende bekommen und viel Neues gelernt.
Aber es gibt einen blinden Fleck: deine Feierabende!
Auch wenn ein Feierabend etwas sehr Persönliches ist und dementsprechend sehr unterschiedlich ausfallen kann, glaube ich dennoch, dass ich viel von dir lernen kann. Darüber, wie du auf die Welt und deinen Feierabend blickst. Der Austausch zwischen Menschen ist schließlich das, was unsere Spezies so weit gebracht hat.
Deshalb gibt’s ab Januar etwas Neues: Einmal im Monat möchte ich anderen Stimmen das Wort erteilen – mit einer kleinen Frage als Leitplanke, einem kurzen Intro zur Person und hoffentlich vielen frischen Perspektiven auf den – auf deinen Feierabend. Zunächst im geschriebenen Wort, später vielleicht auch in Interview- oder anderen Formen. (Wenn dir dazu Ideen kommen: immer her damit!)
Als Auftakt aber erst mal: ein Weihnachts-Gewinnspiel. Keine Leitfrage, keine Einschränkung. Stattdessen maximale kreative Freiheit – und etwas zu gewinnen.
Der Preis: Einer von 3 selbstdesignten TAoMF-Kalendern fürs kommende Jahr, mit 12 handkuratierten Spotify-Playlists und ein paar motivierenden Gedanken mit einem gewissen Augenzwinkern.



Darum geht’s:
Fabelhafte Feierabend-Fantasien – eine kreative Schreibübung
Wie würde dein perfekter Feierabend aussehen, wenn alles möglich wäre?
Und mit alles meine ich alles – um deinen kreativen Kopf nicht unnötig einzuengen. Du kannst aus Perspektive deiner Feierabendpersönlichkeit schreiben oder auch nicht. Du kannst durch die Brille deines Newsletter-Themas schreiben oder, solltest du Fan von Fiktion oder Gedichten sein, diesen Weg einschlagen.
Wie wäre dein perfekter Feierabend auf dem Mond? In einer Welt, in der alles gelb ist? Als einsame Imkerin auf Kreta? Oder als Braunbär am ersten Tag nach dem Winterschlaf?
Du entscheidest, es ist deine Geschichte. Ob wissenschaftliche Abhandlung, persönliche Anekdote eines real existierenden Exemplars von Feierabend oder pure Fiktion.
Einzige Vorgabe: Du hast maximal 15 Minuten Zeit, den Text zu schreiben. Somit wird verhindert, dass du die Sache mal wieder zerdenkst und ich von Romanen überschüttet werde. 🙃
Also: Neues Dokument öffnen, Eieruhr stellen und ab dafür! Und nicht schummeln!
Was du gewinnen kannst: Die 5 farbenfrohsten, ungewöhnlichsten, inspirierendsten, tiefgründigsten oder witzigsten Feierabende finden Platz im ersten Newsletter der neuen Rubrik im Januar – und bekommen einen Kalender als Dank zugeschickt. Porto geht auf mich.
Und für alle anderen: Jede Einsendung, die mich berührt, findet ihren Weg in eine der kommenden Ausgaben.
So kannst du mitmachen:
Direkt hier als Kommentar teilen
Per Direktnachricht
Einsendeschluss: 31.12.2025, 23:59 – damit mein neues Jahr mit all den möglichen und unmöglichen Facetten deines Feierabends beginnen kann.
Ich bin gespannt wie ein Flitzebogen!
In diesem Sinne: Frohe Feiertage und einen schönen Feierabend
Claas-Hendrik Berg
PS: Kennst du jemanden mit einem ungewöhnlichen Feierabend? Schick ihnen das hier weiter – je mehr Perspektiven, desto besser.
PPS: Der Kalender wird’s auch als Dankeschön für Paid-Supporter geben. Mehr dazu im neuen Jahr.
PPPS: Das hier ist kein hochoffizielles Gewinnspiel, aus dem sich irgendwelche Rechtsansprüche oder sonstiges ergeben. Es geht schlichtweg um die Lust und Laune am Schreiben und die Liebe zum Feierabend! Ich hoffe, wir verstehen uns. 🙃


Wie würde dein perfekter Feierabend aussehen, wenn alles möglich wäre?
Der Tag bei der Arbeit war anstrengend. Ich atmete schon beim Durchqueren der Haustür einmal tief aus, beinahe ein Schnaufen. Doch ich wusste, dieser Abend würde fantastisch werden, soviel war klar! Nicht nur fantastisch, sondern außergewöhnlich. Wie jeden Mittwoch zog ich mir etwas gemütliches an, schnappte mir dann meine Schlüssel und warf mir noch ein freudiges Lächeln im Spiegel zu.
Dann traf ich mich mit meinen Freunden in einem Restaurant. Jede Woche eine andere Küche, aber die Menschen blieben gleich. Wir lachten, aßen und erzählten uns von unseren Abenteuern. Marc redete davon, dass er auf einer Rinderfarm in Amerika gelernt hatte, auf Pferden zu reiten. Kelly wieder rum davon, dass ihr letztes Unterwasserabenteuer schrecklich schief gelaufen war. Diesmal war sie ins Maul eines außerirdischen Wal geraten, vom Planeten Folkarian und darin hatte es nach Waldmeister gerochen, wovon ihr immer schlecht wurde. Dieses Mal plante sie etwas Anderes. Mit einem Feuerfesten U-Boot ins Erdinnere durch einen aktiven Vulkan zu reisen. “Mir wäre das ja zu warm, aber naja.”, dachte ich.
Mir schwirrte der Kopf. Ich lächelte und überlegte, was ich machen wollen würde. Bis jetzt war mir noch keine gute Idee gekommen. Steffi jedoch machte es sich leicht und reiste immer an den gleichen Strand auf einer Südseeinsel. Meiner Meinung nach lag es aber auch etwas an dem gutaussehenden Mann, der dort surfte, den sie aber nie ansprach. Ich überlegte eine Expedition durch den Dschungel zu machen und endlich einmal Gorillas zu treffen, doch die anderen schüttelten den Kopf. Es sei zu normal, dann wechselten sie wieder das Thema.
Ich ging nochmal in mich. Als wir fertig mit dem Essen waren gingen wir zum Tor. In jedem Stadtviertel gab es eines hiervon. Für jeden einmal die Woche für 4 Stunden zugänglich. Und ich reiste heute nach….nach. Ich war die nächste. Dann ging mein rechter Fuß hindurch, dann mein linker. Alles wurde hell und warm. Es kitzelte kurz. Die Luft war klar, aber die Gerüche wechselten sehr schnell und oft. Von sauren Zitronen zu frisch gemähten Rasen. Das Licht wurde so hell, dass ich meine Augen nicht mehr aufhalten konnte. Dann wurde es laut. Ich war mitten in einem Gefecht auf einem großen Segelschiff, das voller Piraten war. Schießpulver brannte in der Nase. Das hatte ich mir gewünscht, wirklich? „Gestern hab ich Fluch der Karibik geguckt, deshalb!“, dachte ich verärgert in mich rein. Ich rieb mir die Augen und sprang dann ins Wasser. Diese Reisen waren wie Träume, sie konnten sich verändern, also tauchte ich ab und fand mich in einer wunderschönen Unterwasserwelt wieder. Hier gab es eine ganze Stadt unter golden leuchtenden Glaskuppeln. Felder, Wiesen, Gebäude und Straßen. Ich schwamm drauf zu, passierte den Eingang, der aussah wie eine Seifenblase, und war verblüfft. Nächste Woche würde ich eine fantastische Geschichte zu erzählen haben. Denn was dann folgte, würde mir keiner glauben.