Da du ja schon über ein Jahr dabei bist, hast du diese Entwicklung sicher noch viel krasser miterlebt. Ich bin ja erst seit fünf Monaten hier und selbst da merkt man schon, wie viel voller es im deutschsprachigen Raum wird (was ja cool ist), aber eben auch, wie die Instagramification ihren Lauf nimmt.
Solange das Geschäftsmodell an den Bezahlabos hängt und nicht an Werbedeals, sind wir hier noch am richtigen Ort, denke ich.
Dein Artikel dürfe jedenfalls vielen dabei helfen, Substack zu dem Tool zu machen, das es eigentlich sein sollte.
Ich handhabe das ähnlich radikal:
Inbox Zero: Newsletter landen bei mir auch in lokalen Unterordnern.
Mein "Rolodex": Hab mir in Notion ein Verzeichnis meiner Lieblings-Creator mit Link zum Profil gebaut. Wenn ich Zeit und Lust habe, klicke ich mich da durch – und wenn’s keinen neuen Artikel gibt, lese ich halt ein paar Notes und lasse ein paar Likes und Kommentare da.
Die App ist bei mir auch schon lange runter, sowohl vom Handy als auch vom iPad. (obwohl ich Hoffnung hatte, auf dem Tablet gemütlich Texte zu lesen) Die UX drängt einen aber einfach zu sehr in dieses Doomscrolling, dem man eigentlich entkommen wollte.
Der Tipp mit dem Ausdrucken und The Substack Print ist ja mega, das kannte ich noch gar nicht! Werde ich definitiv mal testen, das ist ja der ultimative "Slow Read".
Und Thema Chat: Mein Chat-Bereich ist so überfüllt mit Publikations-Chats, dass ich da kaum noch reingucke. Nutze das eigentlich nur noch für DMs. Hatte es bei meinen Abonnenten auch mal getestet, aber da waren meistens auch nur "Crickets" zu hören. 🦗 Kann ich niemandem verübeln. Wäre echt viel wert, wenn man den Feed und die Chats filtern könnte.
Bis dahin bleibt wohl nur der Weg über Mail (oder Drucker 😉).
Danke. Auch wenn's jetzt ein bisschen raucht, in meinem Oberstübchen, habe ich Dank deiner Schaffenslust heute ein paar spannende Gedanken, die mich (mindestens) den Tag über begleiten werden. (Erst die Frage übers "nutzlose" Tun, jetzt noch das hier...🔥)
Für mich übrigens auch der Grund, warum ich hier bin. Und doch ertappe ich auch ich mich immer wieder beim "Mensch sein", wie du es so schön nennst... ;-)
Was bei mir hängengeblieben ist? Du hast so Recht: wir haben die Wahl! Yeah! Auf ins selbstestimme Social-Media-Ringelreihen...
Danke! Vor allem dass Du der potenziellen Versuchung widerstanden hast, Notes (und alle die anderen Algo-Crack-Krümel auf Substack) in Bausch und Bogen zu verdammen. Jede*r -- Leser*innen und Creator*innen -- haben ja die freie Wahl, von diesen Reichweiten-Mitteln Gebrauch zu machen oder eben nicht. Denn Du kannst auch ohne Erfolg haben. Notes kippt fuel ins fire.
Den wesentlichen Unterschied zu den althergebrachten Plattformen hast Du ja klar genannt. Substacks Psycho-Tricks dienen nicht dem eigenen Profit -- sondern immer nur indirekt über den Profit der Substacker*innen. Der wirklich wahre Sündenfall in meinen Augen wird sein -- erst dann, aber dann richtig --, sollte Substack Werbeplätze selbst vermarkten (anstatt derzeit noch nur Sponsorships zu vermitteln zwischen Kunden und Substacker*innen: https://substack.com/@hamish/note/c-185976913).
Wird sich zeigen, wie es sich entwickelt. Dass mehr Geld in Substack-Kassen soll, ist ja klar. Bleibt abzuwarten, ob das in einem einigermaßen erträglichen Rahmen geschieht.
Verstehe ja auch durchaus, dass es auch als Creator Sinn machen kann, innerhalb eines Newsletters Werbung zu schalten. Aber zu 99% find ich’s als Leser einfach maximal unsexy … Danke fürs Verlinken von dem Note. Werds weiter beobachten ;)
Hey Claas, danke für diesen Deep Dive!
Da du ja schon über ein Jahr dabei bist, hast du diese Entwicklung sicher noch viel krasser miterlebt. Ich bin ja erst seit fünf Monaten hier und selbst da merkt man schon, wie viel voller es im deutschsprachigen Raum wird (was ja cool ist), aber eben auch, wie die Instagramification ihren Lauf nimmt.
Solange das Geschäftsmodell an den Bezahlabos hängt und nicht an Werbedeals, sind wir hier noch am richtigen Ort, denke ich.
Dein Artikel dürfe jedenfalls vielen dabei helfen, Substack zu dem Tool zu machen, das es eigentlich sein sollte.
Ich handhabe das ähnlich radikal:
Inbox Zero: Newsletter landen bei mir auch in lokalen Unterordnern.
Mein "Rolodex": Hab mir in Notion ein Verzeichnis meiner Lieblings-Creator mit Link zum Profil gebaut. Wenn ich Zeit und Lust habe, klicke ich mich da durch – und wenn’s keinen neuen Artikel gibt, lese ich halt ein paar Notes und lasse ein paar Likes und Kommentare da.
Die App ist bei mir auch schon lange runter, sowohl vom Handy als auch vom iPad. (obwohl ich Hoffnung hatte, auf dem Tablet gemütlich Texte zu lesen) Die UX drängt einen aber einfach zu sehr in dieses Doomscrolling, dem man eigentlich entkommen wollte.
Der Tipp mit dem Ausdrucken und The Substack Print ist ja mega, das kannte ich noch gar nicht! Werde ich definitiv mal testen, das ist ja der ultimative "Slow Read".
Und Thema Chat: Mein Chat-Bereich ist so überfüllt mit Publikations-Chats, dass ich da kaum noch reingucke. Nutze das eigentlich nur noch für DMs. Hatte es bei meinen Abonnenten auch mal getestet, aber da waren meistens auch nur "Crickets" zu hören. 🦗 Kann ich niemandem verübeln. Wäre echt viel wert, wenn man den Feed und die Chats filtern könnte.
Bis dahin bleibt wohl nur der Weg über Mail (oder Drucker 😉).
Danke. Auch wenn's jetzt ein bisschen raucht, in meinem Oberstübchen, habe ich Dank deiner Schaffenslust heute ein paar spannende Gedanken, die mich (mindestens) den Tag über begleiten werden. (Erst die Frage übers "nutzlose" Tun, jetzt noch das hier...🔥)
Für mich übrigens auch der Grund, warum ich hier bin. Und doch ertappe ich auch ich mich immer wieder beim "Mensch sein", wie du es so schön nennst... ;-)
Was bei mir hängengeblieben ist? Du hast so Recht: wir haben die Wahl! Yeah! Auf ins selbstestimme Social-Media-Ringelreihen...
Danke! Vor allem dass Du der potenziellen Versuchung widerstanden hast, Notes (und alle die anderen Algo-Crack-Krümel auf Substack) in Bausch und Bogen zu verdammen. Jede*r -- Leser*innen und Creator*innen -- haben ja die freie Wahl, von diesen Reichweiten-Mitteln Gebrauch zu machen oder eben nicht. Denn Du kannst auch ohne Erfolg haben. Notes kippt fuel ins fire.
Den wesentlichen Unterschied zu den althergebrachten Plattformen hast Du ja klar genannt. Substacks Psycho-Tricks dienen nicht dem eigenen Profit -- sondern immer nur indirekt über den Profit der Substacker*innen. Der wirklich wahre Sündenfall in meinen Augen wird sein -- erst dann, aber dann richtig --, sollte Substack Werbeplätze selbst vermarkten (anstatt derzeit noch nur Sponsorships zu vermitteln zwischen Kunden und Substacker*innen: https://substack.com/@hamish/note/c-185976913).
Wird sich zeigen, wie es sich entwickelt. Dass mehr Geld in Substack-Kassen soll, ist ja klar. Bleibt abzuwarten, ob das in einem einigermaßen erträglichen Rahmen geschieht.
Verstehe ja auch durchaus, dass es auch als Creator Sinn machen kann, innerhalb eines Newsletters Werbung zu schalten. Aber zu 99% find ich’s als Leser einfach maximal unsexy … Danke fürs Verlinken von dem Note. Werds weiter beobachten ;)
Danke! Für eine Substack- Anfängerin wie mich im Moment einer wichtigsten Texte, die mir bislang begegnet sind.
Oh, das freut mich! Danke für die Rückmeldung!